Der Kloß im Hals – wenn Gefühle stecken bleiben
Ein Engegefühl im Hals. Der Eindruck, da stecke etwas fest. Du versuchst zu schlucken, dich zu räuspern, zu hüsteln, vielleicht trinkst du Wasser – doch der Kloß oder das unangenehme Gefühl bleibt. Und medizinisch? „Alles in Ordnung“, sagen die Untersuchungen.
Das funktionelle Globusgefühl ist keine Einbildung. Es ist ein Symptom, das gehört werden möchte – auch wenn es keinen körperlichen Befund gibt.
Der Hals – zwischen Stimme, Ausdruck und Zurückhaltung
Unser Hals ist ein sensibles Zentrum. Hier liegt unsere Stimme, unsere Fähigkeit, uns auszudrücken – aber auch unsere Schutzgrenze. Wenn wir viel „runterschlucken“, uns emotional oder verbal zurückhalten oder unsere Bedürfnisse nicht aussprechen, dann reagiert manchmal genau dieser Bereich. Der Körper beginnt zu „sprechen“ bzw. sich zu melden, wenn Worte fehlen.
Was Körperarbeit hier leisten kann
In meiner Praxis begleite ich Menschen mit Globusgefühl auf sehr behutsame Weise. Wir erforschen und ertasten, wie sich dein Hals anfühlt, wo eine eventuelle Spannung sitzt und wie sich dein Bindegewebe anfühlt. Schmerzpunkte werden aufgespürt und „bearbeitet“, erhöhte Spannungen in den Muskeln reduziert, das Bindegewebe mit einem speziellen Griff behandelt. Wir schauen, wie dein Atem fließt – und wir machen uns gemeinsam auf die Suche, was du vielleicht bisher nicht aussprechen konntest oder wolltest. Mit offenen und inspirierenden Fragen möchte ich dich dazu anregen, über bestimmte Themen oder auch eigene Verhaltensmuster nachzudenken. Es kann dabei helfen eigene Muster zu erkennen, neue Perspektiven zu entwickeln und dadurch Veränderungen anzustoßen. Dieser Prozess passiert nicht über Reden allein, sondern auch über Spüren, Wahrnehmen und Annehmen. Dafür braucht es Zeit und Geduld und damit mehrere Termine.
Patientenbeispiel:
Jana, 41, kam zu mir mit einem ständigen Kloßgefühl im Hals. Besonders in Konfliktsituationen wurde es schlimmer. Bei der körperlichen Untersuchung konnte ich sehr verspannte Muskeln u. a. im Nacken und rund um den vorderen Halsbereich (auch dem Kehlkopf) ertasten. Das Bindegewebe war „verklebt“ und berührungsempfindlich. Über verschiedene spezielle Körperübungen, bei denen sie ihre Muskeln erst angespannt und dann ganz langsam entspannt hat, über Körperwahrnehmung und gezielte Berührung lernte sie, sich innerlich mehr Raum zu geben. Die begleitenden Gespräche, Impulse und auch die mitgegebenen Fragen zum Reflektieren zwischen unseren Terminen gaben ihr die Möglichkeit neue Perspektiven zu gewinnen und sich neue Verhaltensmuster anzueignen. Zu Hause nahm sie sich konsequent jeden Tag 10-15 Minuten „me-time“ für ihre Übungen und konnte nach und nach immer besser in sich hineinspüren. Der Kloß wurde kleiner – und ihre Stimme klarer. Sie hatte „ein Gefühl von innerer Freiheit“ und fühlte sich in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt.
Wie viele Termine sind nötig?
Ich kann gut verstehen, dass du dir jetzt diese Frage stellst. Leider kann ich sie im Vorfeld nicht beantworten. Du kannst davon ausgehen, dass es individuell sehr unterschiedlich ist, je nachdem, wie lange du schon deine Beschwerden hast, inwieweit die vorgeschlagenen Übungen zu Hause durchgeführt werden und wie komplex deine Beschwerden sind. Ich empfehle dir deshalb anfangs drei bis vier Termine im Abstand von 7 bis 14 Tagen zu vereinbaren. In dieser Zeit können wir gemeinsam herausfinden, wie es weitergeht und ob sich alles so entwickelt, wie du es dir wünschst. Wir besprechen gemeinsam, in welchen Abständen wir weiterarbeiten und ob wir weitere Untersuchungen in Auftrag geben. Während der Arbeit miteinander klären wir immer wieder, welche Behandlung oder welches Verfahren für dich sinnvoll scheint. Am Ende unserer Arbeit wäre es schön, wenn wir einen Termin zur Nachsorge vereinbaren könnten. Je nachdem, wie sich deine Beschwerden entwickeln, können wir den Termin 4 Wochen oder 3 Monate in der Zukunft ansetzen. Aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen, dass der Nachsorgetermin nützlich sein kann, um den errungenen Erfolg zu festigen.
Darf ich dir das WIR anbieten?
Wenn du dich hier wiedererkennst, melde dich gern zu einem kostenfreien 15-minütigen telefonischen Erstgespräch. Ich höre dir zu und wir schauen, ob wir zusammenarbeiten möchten.