Das Schwindelgefühl ist oft mehr als nur ein körperliches Symptom: es ist eng mit einer Vielzahl von Emotionen verknüpft und kann sehr beängstigend sein – vor allem dann, wenn medizinisch „nichts gefunden“ wird, du aber weiter leidest.
Da Gleichgewicht und Orientierung grundlegende menschliche Bedürfnisse sind, kann dein Gehirn auf deren Verlust mit Stresssignalen reagieren.
Vielleicht kennst du das:
Deine Umgebung scheint sich plötzlich zu drehen. Ein Gefühl von Unsicherheit im Stehen taucht auf. Du bist benommen oder hast das Gefühl, neben dir zu stehen. Angst und Panik sind die häufigste Reaktion. Meine Patienten berichten mir u. a. von Angst vor Stürzen oder Angst, die Kontrolle über den eigenen Körper zu verlieren und der Situation ausgeliefert zu sein. Da die Schwindelattacken oft unvorhersehbar auftreten, entsteht ein Gefühl der Hilflosigkeit und des Kontrollverlustes. Diese Einschränkung der Lebensqualität mit sozialem Rückzug und immer „auf der Hut sein“ kann langfristig zu depressiven Verstimmungen führen.
Wenn Untersuchungen unauffällig sind
Wurde HNO-ärztlich, neurologisch oder internistisch alles abgeklärt und es zeigt sich kein klarer Befund, beginnt oft die eigentliche Verunsicherung.
Doch Schwindel entsteht nicht einfach grundlos. Häufig spielen chronische Spannungen im Nacken, im Kopfbereich, in den Augenmuskeln oder in der gesamten Haltung eine Rolle. Das Gleichgewichtssystem kann empfindlich irritiert werden – ohne dass es im MRT sichtbar wird:
- Verspannte Nacken,- Kopf- oder Augenmuskeln können die Orientierung im Raum beeinträchtigen
- Dauerhaft erhöhte Muskelspannung und Schonhaltungen können die Bewegung einschränken
- Fehlhaltungen bei Bildschirmarbeit, Handynutzung, Stress oder innerer Anspannung können das Gleichgewicht empfindlich stören
Was ich in der Körpertherapie anders betrachte
In meiner Praxis kombiniere ich verschiedene körpertherapeutische Methoden und höre dir mit offenem Ohr und echter Empathie zu, um deine Gefühle und Empfindungen zu verstehen. Dein Schwindel entsteht nicht „nur im Kopf“ – häufig sind Verspannungen in der Muskulatur, im Bindegewebe und in den Faszien beteiligt, die die Balance, Haltung und Wahrnehmung im Raum stören.
Daher schaue ich nicht nur auf Befunde, sondern auf deinen Körper und deine Körperhaltung in Alltag und Beruf:
- Wo hältst du unbewusst Spannung?
- Wie organisiert sich deine Haltung im Alltag?
- Was ist deine Lieblingshaltung im Sitzen, Stehen und Liegen?
- Was passiert z. B. im Nacken, wenn der Schwindel auftaucht?
Mit meinen Händen spüre ich Spannungsmuster auf, die dein Gleichgewicht beeinflussen können. Gleichzeitig lernst du, diese selbst (wieder) wahrzunehmen und schrittweise zu regulieren. Du bekommst Tipps und Übungen, wie du dich zwischen unseren Terminen selbst behandeln kannst, um möglichst bald selbstwirksam zu sein.
Ziel der Behandlung
Dein Körper soll wieder mehr Stabilität und Orientierung bekommen. Nicht durch Training „gegen“ den Schwindel, sondern durch ein besseres Zusammenspiel von Körperwahrnehmung, Haltung, Spannung und Bewegung.
Denn oft entsteht ein Teufelskreis bei „psychogenem oder somatoformen Schwindel“: der körperliche Schwindel löst Angst aus und diese Angst führt wiederum zu körperlicher Anspannung, die den Schwindel verstärkt.
Wenn dein Schwindel funktionell ist und organisch nichts Greifbares gefunden wurde, kann dieser körpertherapeutische Ansatz eine neue Perspektive eröffnen.
Neugierig? Dann freue ich mich auf deine Buchung für ein kostenfreies Erstgespräch am Telefon.