Luftaufstoßen

Luftaufstoßen ohne organische Ursache: Wenn Luftaufstoßen den Alltag bestimmt

Vielleicht kennst du das: Plötzlich musst du rülpsen – ganz ohne kohlensäurehaltige Getränke. Immer wieder drückt es aus dem Magen, ganz besonders in Ruhephasen oder in bestimmten Situationen. Dir ist das unangenehm, daher isst du nicht mehr mit Freunden im Restaurant aus Angst, es könnte unkontrolliert wieder zum „Rülpser“ kommen. Du vermeidest Einladungen und ziehst dich lieber zurück. Obwohl du schon bei verschiedenen Ärzten warst, mit Ultraschall, Magenspiegelung und vielleicht sogar Ernährungsumstellung vieles versucht hast – organisch ist alles unauffällig.

 

„Alles in Ordnung“ hörst du – aber du spürst, dass etwas nicht stimmt

Eigentlich solltest du dich doch freuen, wenn bei dir organisch alles in Ordnung scheint. Doch diese Situation ist belastend. Denn auch wenn der medizinische Befund sagt: „Da ist nichts“, erlebst du ganz real, wie dein Körper sich meldet. Manche meiner Patienten erzählen mir, dass sie sich nicht mehr ernst genommen fühlen. Andere spüren Scham oder Unsicherheit – sie fragen sich, ob „das psychisch ist“ und was das überhaupt bedeuten soll.

 

Der Bauch als Resonanzraum für Gefühle

Der Magen-Darm-Bereich ist eng mit unserem Nervensystem verbunden. Wenn wir viel „runterschlucken“ oder „alles mit uns selbst ausmachen“, reagiert der Körper oft mit Symptomen. Das kann sich als Luftaufstoßen zeigen – ein Versuch des Körpers, Druck abzulassen, wenn innere Anspannung kein anderes Ventil findet.

 

Patientenbeispiel:

Carla, 38, kam zu mir, weil sie immer wieder unangenehmes Aufstoßen hatte – besonders in Gesprächen oder abends auf dem Sofa. In unserer Arbeit stellte sich heraus, dass sie oft versuchte, Erwartungen zu erfüllen, ohne für sich selbst zu sorgen. Anstatt ihre Bedürfnisse zu äußern, schluckte sie ihre Wünsche runter. Auch beim Essen fiel ihr auf, dass sie eher hektisch und schnell alles runterschlang, anstatt mit Genuss zu essen. Ihr kam da ein Satz ihres Vaters in Erinnerung: „So wie man isst, so schafft man“. Ihr Vater wollte mit diesem Spruch ausdrücken, dass langsame Esser träge arbeiten bzw. schnelle Esser super und schnell arbeiten. Diesen Spruch hatte Carla so oft gehört, dass sie ihn verinnerlichte. Durch das hastige Kauen und Runterschlucken kam viel Luft in den Magen, die dann zum Aufstoßen führte. Über Körperwahrnehmung und Atemarbeit lernte sie, innere Spannung frühzeitig zu spüren und zu regulieren. Die Redewendung aus der Kindheit bekam in unserer Arbeit eine ganz neue Sichtweise: die Art und Weise, wie sich Carla ernährt („so wie man isst“), hat einen Einfluss auf ihre Leistungsfähigkeit und das allgemeine Wohlbefinden („so schafft man“). Gesunde und ausgewogene Ernährung, gutes und langes Kauen sind wichtig, um Energie für die Bewältigung der täglichen Herausforderungen zu haben und die Verdauung von Anfang an zu unterstützen. Ihr Aufstoßen wurde seltener – und sie gewann an Selbstvertrauen.

 

Wie ich dich unterstützen kann

In der Körpertherapie schauen wir gemeinsam: Was drückt dein Körper aus, was möchte vielleicht gehört, gespürt oder verändert werden? Du brauchst dafür keine Diagnose – sondern nur die Bereitschaft, dich achtsam zu dir selbst zu wenden. Ich arbeite mit sanften Berührungen, Atemimpulsen und gezielter Gesprächsbegleitung – ganz in deinem Tempo.

Wenn du dich wiedererkennst, dann lade ich dich herzlich zu einem unverbindlichen und kostenlosen 15-minütigen telefonischen Erstgesprächein. Dort kannst du mir erzählen, was dich bewegt – und wir schauen, ob mein Ansatz zu dir passt.