Psychogener Reizhusten

Wenn der Husten zum ständigen Begleiter wird: schon mal von psychogenem Reizhusten gehört?

Du hustest – meist trocken und ohne Schleimproduktion. Er kommt aus dem Nichts und es passiert meistens tagsüber. Vielleicht besonders dann, wenn du zur Ruhe kommst, ein Gespräch beginnst oder sehr angespannt bist. Du warst schon bei mehreren Ärzten, die deine Lunge, mögliche Allergien oder Infekte abgeklärt haben. Es wurde nichts gefunden – und trotzdem bleibt der Husten. Manchmal verstärkt er sich, wenn du sprechen willst oder etwas Wichtiges ansteht. Das ist nicht nur anstrengend für dich – es kann auch richtig nervend sein.

 

Dein Wunsch: Endlich gehört werden – auch ohne Diagnose

Viele meiner Patienten sagen: „Ich will einfach, dass es aufhört. Ich will wieder normal sprechen, atmen, leben können – ohne diese ständige Unterbrechung.“ Einige Patienten berichten auch von einer Art „Muskelkater“ oder Verspannungen im Brustkorbbereich durch den Hustendrang. Viele fühlen sich allein gelassen – als ob sie sich das alles einbilden würden. Doch der Hustenreiz ist real. Und er hat vielleicht eine tiefere Ursache, die nichts mit Viren und Bakterien, sondern viel mit dir selbst zu tun hat.

 

Der Hals als Schutzraum und Schwelle

Der Hals ist ein sensibler Bereich. Hier sitzen Stimme, Atem, Ausdruck – und manchmal auch alte Themen, die wir nie ganz aussprechen konnten. Psychogener Reizhusten kann ein Ausdruck innerer Anspannung sein. Vielleicht als Schutz, vielleicht als unbewusste Reaktion auf überfordernde Situationen. Unser Körper ist nicht gegen uns, er möchte uns „helfen“ und spricht dabei nur eine andere Sprache, er hat seine eigene Ausdrucksweise.

 

Patientenbeispiel:

Martin, 52, litt seit Monaten unter trockenem Husten – besonders in beruflichen Besprechungen. Medizinisch war alles abgeklärt. Doch in unserer Zusammenarbeit zeigte sich, dass Martin oft seine Meinung aus Angst vor Konflikten zurückhielt und sich selbst zurücknahm, um nicht anzuecken. Durch gezielte Fragen und körpertherapeutische Behandlung (insbesondere am Halsbereich), konnten Verspannungen gelöst werden. Zusätzlich wurde das Bindegewebe behandelt und Martin erhielt von mir spezielle Übungen, um wieder mehr in sein Körperbewusstsein und ins Spüren zu kommen. Er lernte, sich besser wahrzunehmen und zu erkennen, wann er den Hals unbewusst anspannte, weil er etwas nicht aussprechen wollte. Diese Übungen führte er auch regelmäßig zu Hause weiter, um seinen Zustand zu stabilisieren und mehr Freiheit zu gewinnen. Der Husten ließ nach – und seine Stimme gewann an Klarheit und Ausdrucksstärke.

 

Wie viele Behandlungen sind nötig?

Du hast Interesse und fragst dich, wie viele Behandlungen nötig sind? Diese Frage ist im Voraus wirklich schwer zu beantworten. Du kannst davon ausgehen, dass es individuell sehr unterschiedlich ist, je nach Dauer und Intensität der Beschwerden, inwieweit du die vorgeschlagenen Übungen zu Hause durchgeführt werden, wie komplex die Beschwerden sind. Zudem arbeite ich gerne mit Impulsfragen, das sind offene, inspirierende Fragen, die dazu anregen über bestimmte Themen oder eigene Verhaltensmuster nachzudenken. Sie helfen eigene Muster zu erkennen, neue Perspektiven zu gewinnen und dadurch Veränderungen anzustoßen. Meiner Erfahrung nach ist das in Kombination sehr „fruchtbar“ und unterstützend. Zu Beginn empfehle ich, drei Termine im Abstand von 7 bis14 Tagen zu vereinbaren. In dieser Zeit sehen wir, wohin die Reise geht und ob sie den gewünschten Verlauf nimmt. In welchen Abständen wir weiterarbeiten und ob wir eventuell weiterführende Diagnostik in Auftrag geben, entscheiden wir im gemeinsamen Gespräch. Während der gemeinsamen Arbeit klären wir immer wieder, welche Behandlung oder welches Verfahren für dich sinnvoll erscheint. Nach Abschluss unserer Arbeit ist es sinnvoll, einen Nachsorgetermin zu vereinbaren. Je nach Beschwerdebild kann dieser Termin 4 Wochen bis 3 Monate in der Zukunft liegen.

 

Mein Angebot an dich

Wenn du dich hier wiederfindest, dann bist du nicht allein. Sowohl in der körpertherapeutischen Begleitung als auch in der systemischen Beratung erkunden wir gemeinsam, was sich über den Husten ausdrücken will. Dabei geht es nicht um „Wegmachen“, sondern um Verstehen, Spüren und Loslassen – mit viel Geduld und Empathie.

Ich biete dir ein kostenfreies 15-minütiges telefonisches Erstgespräch an. Du kannst mir dann schildern, was dich gerade belastet – und wir finden gemeinsam heraus, ob und wie ich dich unterstützen kann. Ich freue mich auf dich.